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Appenzeller Sennenhunde

von der Schaberlhöhe

Mitglied im SSV, VDH, FCI

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AUF DEN APPENZELLER GEKOMMEN:

Im Jahr 2003 beschlossen wir, vom Stadtrand München auf’s Land zu ziehen.

Bereits zu diesem Zeitpunkt stand für mich fest, dass wieder ein Hund bei uns wohnen sollte. Ich machte mich frühzeitig auf die Suche nach einer geeigneten Hunderasse. Die Hunderasse - nun ja, ich war damals nicht sehr viel schlauer, als viele andere Hundeinteressenten. Die Bedeutung einer Rassehundezucht über den VDH war mir damals noch sehr fremd.

Ich sah mir viele verschiedene Rassen an und hatte viele Wünsche...

Der Hund sollte:

- ein Familienhund sein, von dem alle begeistert sind

- wachsam sein, nicht zu gross, aber trotzdem kräftig

- möglichst keinen Jagdtrieb haben, denn ich wollte ihn ja zu    Ausritten mit meinem Pferd mitnehmen

- lebhaft, und möglichst kein “Couch-Potato” sein

- kurzhaarig und damit pflegeleichter sein

Durch Zufall stiess ich dann in einer Hundezeitschrift auf einen Artikel über die vier Schweizer Sennenhunderassen. Bis zu diesem Zeitpunkt waren mir hauptsächlich die Berner Sennenhunde bekannt. Von den anderen drei Rassen hatte ich zwar schon einmal gehört, aber ich habe diese nie bewusst war genommen. Auf Anhieb gefielen mir sowohl der Appenzeller als auch der Grosse Schweizer Sennenhund. Da mir der Grosse Schweizer dann doch etwas zu gross war, beschäftigte ich mich sehr schnell ausführlicher mit dem Appenzeller Sennenhund.

Im Jahr 2003 gab es allerdings noch nicht allzu viele Informationen über diese Rasse im Internet und auch die Anzahl der Züchter-Homepages hielt sich sehr in Grenzen. Je mehr Infos ich jedoch sammelte - sei es über den Rassestandard der FCI, über ein paar wenige Internetseiten oder sonstige Artikel - die Rasse wurde mir immer sympathischer.

Allerdings hatte ich zu diesem Zeitpunkt immer noch keine Appenzeller Sennenhund live erlebt. Somit rief ich dann bei einer Züchterin Nähe Augsburg an, deren Adresse ich über die Homepage des SSV gefunden hatte. Sehr gerne wurde uns angeboten, doch bei Gelegenheit einmal vorbeizuschauen um die drei Hündinnen der Züchterin ansehen...

So wurde also gleich am folgenden Wochenende ein Ausflug in Richtung Augsburg geplant. Dort angekommen stürzten nach dem ersten Klingeln erst einmal drei bellende Hunde an die Türe, die uns - nach anfänglichem Begutachten - dann doch sehr stürmisch und interessiert begrüssten.

Die Züchterfamilie Colsman erzählte sehr viel über die Rasse (sie hatte ja ca. 30 Jahre Zuchterfahrung mit Appenzeller Sennenhunden) und es wurde ein sehr interessanter Nachmittag. Von den drei Hündinnen war ich total begeistert - es passte einfach alles.

Frau Colsman erzählte uns, dass sie ihre havannabraune Zuchthündin Kira erst wieder im kommenden Jahr 2004 decken lassen wolle und dass wir uns, wenn wir schon früher einen Welpen möchten, wohl bei anderen Züchtern umhören müssten.

Nachdem wir aber sowieso erst Mitte 2004 umziehen wollten, passte das optimal in unsere Zeitplanung. Wir reservierten also bereits im Jahr 2003 unseren Welpen - vorzugsweise einen Rüden.

Bis zu unserem Umzug statteten wir der Familie Colsman noch einige Besuche ab, um die Rasse etwas besser kennenzulernen. Ende April 2004 kam dann der Anruf, dass Kira gedeckt worden sei und dass im Juli wohl mit Welpen zu rechnen ist. Während dieser Zeit waren unsere Umzugsplanungen in vollem Gange. Anfang Juli kam dann der ersehnte Anruf... die Welpen waren geboren. Allerdings waren es drei Hündinnen und eigentlich wollten wir ja lieber einen Rüden...

Nun ja, nachdem ich so lange auf einen Hund gewartet hatte, war es dann letztendlich doch egal, ob Rüde oder Hündin - also sagte ich für eine Hündin zu, was ich bis heute nie bereut habe. Im Gegenteil: es war die richtige Entscheidung. Trotz Umzugsstress, Arbeit und meines nebenberuflichen Studiums, das ich zu diesem Zeitpunkt noch absolvierte, nahm ich mir mindestens alle zwei Wochen die Zeit, die Welpen zu besuchen.

Ende August zogen wir um und Anfang September zog dann auch schon - nach einem tränenreichen Abschied bei Familie Colsman - unsere Mia bei uns ein.

Mia war von Anfang an ein richtiger Wirbelwind. Sie hatte es faustdick hinter den Ohren, stellte wirklich alles in Frage, was ein Hund auch nur in Frage stellen konnte, war aber trotzdem immer eine sehr liebenswerte und charmante Hündin, der man eigentlich wegen nichts ernsthaft böse sein konnte. Sehr schnell merkte ich, dass der Appenzeller eine sehr gelehrige und arbeitsfreudige Hunderasse ist, die ganz klare Richtlinien braucht. Wir sind sehr schnell zu einem richtig tollen Team zusammengewachsen.

Heute kann ich aus voller Überzeugung sagen: Der Appenzeller war die absolut richtige Entscheidung für mich. Ich möchte keine andere Hunderasse mehr, denn mit dem Appenzeller Sennenhund habe ich genau MEINEN Hund gefunden!

Und genauso froh bin ich, dass ich durch den Artikel in der Hundezeitschrift gleich über den SSV e.V. an eine sehr gute Züchterin geraten bin, denn erst heute weiss ich, wie wichtig es ist, einen Hund aus einer kontrollierten Zuchtstätte zu erwerben und wieso Papiere doch nicht so unwichtig sind - egal ob man einmal züchten möchte oder nicht.

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