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Appenzeller Sennenhunde

von der Schaberlhöhe

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!!! Aktuell sind bei uns keine weiteren Würfe geplant  !!!

WIESO HUNDEZUCHT?

Bereits als ich unsere Mia als Welpe bei der Familie Colsman besuchte, kam die Frage von Frau Colsman, ob ich denn nicht mal züchten wolle. “Ich züchten? Hmmm...! Keine Ahnung. Da habe ich mir noch keine Gedanken darüber gemacht.” Frau Colsman meinte, dass man dann bereits bei der Auswahl des Welpen auf einige Dinge achten sollte. Ich sagte, dass ich noch nicht wüsste, ob ich irgendwann einmal züchten möchte - aber mal eine Tochter von unserer Mia haben, das war schon ein toller Gedanke! Frau Colsman sagte, dass sie sich sehr freuen würde, wenn eine Hündin aus ihrer Zuchtstätte weiter in der Zucht eingesetzt werden würde, denn aus altersgründen wisse sie nicht, wie viele Würfe sie noch grossziehen könne.

In den nächsten Wochen hatten wir erst mal unsere Mia bei uns zu Hause. Der Gedanke an die Zucht wurde sehr weit hinten angestellt. Gelegentlich kam ich jedoch schon ins Nachdenken: Züchten - das geht nur mit Zuchtzulasung. Nur wie bekommt man diese? Nun gut, im Verein war ich bereits Mitglied. Also informierte ich mich über die Voraussetzungen. Da hiess es dann: Ausstellungen besuchen um die erforderliche Anzahl an Bewertungen zu bekommen, die man für die Zuchtzulassungsprüfung (Körung) benötigt...

ICH auf eine Hundeausstellung! Ich sah mich da schon stehen, zwischen lauter glätteisengebügelten, durchgestilten und frisierten Pudeln, Yorkies usw... Das war gar nicht meine Welt. Der Gedanke an die Zucht wurde erst mal wieder hinten angestellt. Bis irgendwann einmal ein Zuchtrichter, der Kunde im Laden meiner Eltern war, sagte: “Mit dem Hund sollten Sie aber unbedingt mal zur Ausstellung gehen!”

Da war er wieder - der Gedanke an die Ausstellungen, die Zucht usw. Ich habe mich damals entschieden, Mia einmal auf der Ausstellung in München zu melden - das war ja schliesslich nicht so weit weg und zum Testen gerade richtig!

Schon alleine das Ausfüllen des Meldescheins war absolutes Neuland für mich. Aber auch das habe ich geschafft und so starteten wir in München in der Jüngstenklasse. Mia hatte sich im Ring ganz toll präsentiert. Sie lief wirklich vorbildlich, stand wie eine EINS vor dem Richtertisch und liess sich ohne Probleme anfassen und die Zähne anschauen. Eine ganz tolle Leistung für unsere acht Monate alte Mia. Sie bekam die beste Bewertung ”vv” (vielversprechend)!

Ich war unheimlich stolz auf meine kleine Mia. So schlimm waren Ausstellungen also doch nicht und Ich war zwischenzeitlich so begeistert von der Rasse, dass ich mir dachte “irgendwann soll Mia auch mal einen Wurf mit so tollen Hunden zur Welt bringen!”

Ich las also Kör - und Zuchtordnungen, fragte mich bei Züchtern und beim Zuchtverband durch und meldete noch einige Ausstellungen, damit wir auch die erforderlichen Beurteilungen bekamen.

Die geforderten Beurteilungen hatten wir schnell beisammen. Aber nachdem Mia mit zwei Jahren noch ziemlich jugendlich wirkte, beschloss ich, mit der Körung noch ein weiteres Jahr zu warten. Sie wurde erst mit drei Jahren angekört, am 23.06.07 in Eschenbach in der Oberpfalz. Die Zeit bis zur Körung nutzte ich, um viele Bücher über Hundezucht und Genetik durchzulesen, mich bei ”alten Hasen” in der Hundezucht zu informieren, und mich etwas in die Züchterdatenbank ”Dogbase” einzuarbeiten, was mich manchmal fast zur Verzweiflung gebracht hätte... ;-) Ich merkte schnell,, dass mich diese Themen sehr interessierten und es mir richtig Spass machte, mich mit Zucht und alles was damit zusammenhängt zu beschäftigen.

Aus beruflichen Gründen war es im Jahr 2007 nicht möglich, einen Wurf grosszuziehen. Somit wurde der Fokus auf das Jahr 2008 gelegt - in dem dann auch unser erster Wurf zur Welt kam.

Ich bin heute sehr stolz darauf, dass ich Rassehunde züchten darf. Hundezucht ist für mich eines der schönsten und faszinierendsten Dinge, die ich mir vorstellen kann.

Ich scheue für die Aufzucht unserer Welpen weder Zeit, Mühe noch Kosten. Welpen grosszuziehen, bedeutet für jeden verantwortungsbewussten Züchter - neben der grossen Freude an den heranwachsenden Hunden und der Verantwortung, die man für die Nachzucht übernimmt - im Normalfall einen 24-Stunden-Tag. Und das an sieben Tagen pro Woche, ohne ein freies Wochenende. Für uns konkret heisst das zusätzlich: Kein Urlaub, da der gesamte Jahresurlaub für die Aufzucht der Welpen genommen wird.

Hundezucht ist - wenn man alle Aufwendungen zusammenrechnet, mit Sicherheit nichts, womit man Geld verdienen, geschweige denn, seinen Lebensunterhalt bestreiten kann. Für einen veranwortungsbewussten Züchter, der nicht lediglich ein Vermehrer der Rasse ist, ist die Hundezucht schlichtweg nichts anderes, als ein teures Hobby. Nur, wer mit viel Optimismus und Liebe zu den Tieren züchtet, wird dies alles auf sich nehmen.

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